Dir mag es vorkommen, dass manche französischen Zahlen recht seltsam aussehen. Dem würden viele zustimmen! Historisch entwickelte sich das französische Zählsystem aber ähnlich wie in vielen anderen Sprachen. Der große Unterschied: In Frankreich wurde es beibehalten, während andere Länder es schon vor langer Zeit aufgaben.
Bevor wir mit den französischen Zahlen beginnen, ein wenig Kontext: Das hilft dir, ihre Bildung zu verstehen und sie dir leichter einzuprägen. Zunächst: Französisch ist eine romanische Sprache, also aus dem Lateinischen der Römer in der Antike hervorgegangen. Die Römer nutzten ein dezimales System, das auf 10 basiert. In Frankreich lebten außerdem unter anderem Gallier, Normannen und Kelten. Die Kelten zählten vigesimal, also auf der Basis von 20. Später wird klar, warum all diese Ursprünge beim Erlernen der französischen Zahlen eine Rolle spielen.
Wichtig beim Schreiben französischer Zahlen sind auch die Bindestriche. Manche meinen, zwischen jedem Teil müsse ein Strich stehen (123: cent-vingt-trois), andere, gar keiner (123: cent vingt trois). Wieder andere schlagen für Zahlen unter 100 nur einen Bindestrich vor (123: cent vingt-trois), ähnlich wie im Englischen. Was gilt also? Halte es einfach: Immer einen Bindestrich zwischen den Teilen! So empfiehlt es die Reform von 1990 zur neuen Schreibung der Zahlen im Französischen.
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0 - ZÉRO
1 - UN
2 - DEUX
3 - TROIS
4 - QUATRE
5 - CINQ
6 - SIX
7 - SEPT
8 - HUIT
9 - NEUF
10 - DIX
11 - ONZE
12 - DOUZE
13 - TREIZE
14 - QUATORZE
15 - QUINZE
16 - SEIZE
17 - DIX-SEPT (zehn-sieben)
18 - DIX-HUIT (zehn-acht)
19 - DIX-NEUF (zehn-neun)
20 - VINGT
30 - TRENTE
40 - QUARANTE
50 - CINQUANTE
60 - SOIXANTE
70 - SOIXANTE-DIX (sechzig-zehn) oder SEPTANTE (Belgien, Schweiz)
80 - QUATRE-VINGTS (vier mal zwanzig) oder HUITANTE / OCTANTE (Belgien, Schweiz)
90 - QUATRE-VINGT-DIX (vier mal zwanzig und zehn) oder NONANTE (Belgien, Schweiz)
In Frankreich werden die französischen Zahlen ab 70 merklich eigenartig. Erinnerst du dich an die verschiedenen Ursprünge? Die wahrscheinlichste Erklärung: soixante-dix, quatre-vingts und quatre-vingt-dix stammen von den Kelten, die in Zwanziger-Schritten zählten. Genau, warum diese Formen im 17. Jahrhundert aufkamen, weiß niemand. Damals lehnte die französische Akademie die Wörter septante, octante, huitante und nonante ab, die bis dahin üblich gewesen waren.
20 - VINGT
21 - VINGT-ET-UN (Setze «et» zwischen Zehner und Einer – nur bei dieser Zahl)
22 - VINGT-DEUX
23 - VINGT-TROIS
24 - VINGT-QUATRE
25 - VINGT-CINQ
26 - VINGT-SIX
27 - VINGT-SEPT
28 - VINGT-HUIT
29 - VINGT-NEUF
Hast du das Muster erkannt, ist es ziemlich einfach: Du hängst den Einer an den Zehner – bei allen anderen Zehnern genauso:
30 - TRENTE
31 - TRENTE-ET-UN
32 - TRENTE-DEUX, usw.
Dasselbe gilt für QUARANTE, CINQUANTE und SOIXANTE.
70 - SOIXANTE-DIX
71 - SOIXANTE-ET-ONZE (Wie oben: «et» zwischen Zehner und Einer – nur bei dieser Zahl)
72 - SOIXANTE-DOUZE
73 - SOIXANTE-TREIZE
74 - SOIXANTE-QUATORZE
75 - SOIXANTE-QUINZE
76 - SOIXANTE-SEIZE
77 - SOIXANTE-DIX-SEPT
78 - SOIXANTE-DIX-HUIT
79 - SOIXANTE-DIX-NEUF
Bei der französischen Zahl QUATRE-VINGTS (achtzig) wird’s etwas kniffliger: Sie wird wie die anderen Zehner flektiert, außer bei SOIXANTE-DIX (siebzig) und QUATRE-VINGT-DIX (neunzig) – aber ohne «et» zwischen Zehner und Einer und ohne das «s» am Ende von VINGT. Alles klar? 😉
80 - QUATRE-VINGTS
81 - QUATRE-VINGT-UN
82 - QUATRE-VINGT-DEUX
83 - QUATRE-VINGT-TROIS
84 - QUATRE-VINGT-QUATRE
85 - QUATRE-VINGT-CINQ
86 - QUATRE-VINGT-SIX
87 - QUATRE-VINGT-SEPT
88 - QUATRE-VINGT-HUIT
89 - QUATRE-VINGT-NEUF
90 - QUATRE-VINGT-DIX wird wie QUATRE-VINGTS (achtzig) gebildet, aber mit den zweistelligen Anhängen wie bei SOIXANTE-DIX (siebzig):
91 - QUATRE-VINGT-ONZE
92 - QUATRE-VINGT-DOUZE, usw.
Beachte: VINGT (zwanzig) wird nur dann flektiert, wenn es mit einer Zahl multipliziert wird und keiner weiteren Zahl folgt: QUATRE-VINGTS (achtzig), aber QUATRE-VINGT-DEUX (zweiundachtzig).
Dasselbe gilt für CENT (hundert), z. B. DEUX-CENTS (zweihundert), aber DEUX-CENT-UN (zweihundertundeins). Und während MILLE (tausend) unveränderlich ist, werden MILLION (Million) und MILLIARD (Milliarde) immer angeglichen:
1.500 - MILLE-CINQ-CENTS
3.499 - TROIS-MILLE-QUATRE-CENT-QUATRE-VINGT-DIX-NEUF
2.501.000 - DEUX-MILLIONS-CINQ-CENT-UN-MILLE
3.499.500.000 - TROIS-MILLIARDS-QUATRE-CENT-QUATRE-VINGT-DIX-NEUF-MILLIONS-CINQ-CENT-MILLE
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Christine Ducos-Restagno
Leitende Linguistin für Französisch
VidaLingua